Donnerstag, 24.05.2018 02:32 Uhr

Ein europaweites privates Altersvorsorgeprodukt (PEPP)

Verantwortlicher Autor: Carlo Marino Rom, 24.04.2018, 12:44 Uhr
Presse-Ressort von: Dr. Carlo Marino Bericht 5797x gelesen

Rom [ENA] Im 2015 hatten 11,3 Millionen Unionsbürger im arbeitsfähigen Alter (20–64 Jahre) ihren Domizil in einem anderen der 28 EU-Mitgliedstaaten als dem, dessen Staatsbürger sie waren, und 1,3 Millionen Unionsbürger arbeiteten in einem anderen der 28 EU-Mitgliedstaaten als dem, in dem sie ihre Behausung hatten. Mit dem PEPP (pan-european personal pension products ) soll den Unionsbürgern eine zusätzliche freiwillige Form

der Altersvorsorge geboten und die Übertragbarkeit der Ansprüche der Bürger verbessert werden. Darüber hinaus vervollständigt es die einzelstaatlichen Altersversorgungssysteme und die Richtlinie 2014/50/EU. Das PEPP als europäischer Rahmen für die private Altersvorsorge ist besonders für diejenigen erforderlich und nützlich, die keinen Anspruch auf eine passende Rente haben oder neben den einzelstaatlichen Plänen einen zusätzlichen Sparplan haben wollen.

Innerhalb der einzelstaatlichen Steuersysteme sollten für das PEPP dieselben Steuervergünstigungen gelten wie für die am stärksten steuerlich bevorzugten einzelstaatlichen Altersvorsorgeprodukte. Wenn sie den Mitnahmeservice in Anspruch nehmen, behalten die PEPP Sparer Anspruch auf völlige Vorteile und Ansporne, die vom PEPP-Anbieter erlaubt wurden und die mit der dauernden Anlage in dasselbe PEPP verbunden sind. Die Inanspruchnahme des Mitnahmeservice sollte keine übermäßigen Kosten verursachen. Wenn ein PEPP-Sparer seinen Wohnsitz in einen anderen Mitgliedstaat ändert und der PEPP-Anbieter in diesem Mitgliedstaat kein Compartment anbietet, hat der PEPP-Sparer die Möglichkeit, kostenlos den Anbieter zu wechseln.

Wenn ein PEPP angeboten wird, informiert der PEPP-Anbieter oder der PEPP-Vertreiber die potenziellen PEPP Sparer im Basisinformationsblatt darüber, welche nationalen Compartments sofort verfügbar sind. Die Standard-Anlageoption garantiert dem PEPP-Sparer Kapitalschutz, da bei ihr eine Risikominderungstechnik eingesetzt wird, die eine sichere Anlagestrategie erlaubt. Ist dieser Kapitalschutz nur nominal, lässt er also die kumulativen Folgen der Inflation für den effektiven Wert verabsäumen, so wird er zumindest von einem erklärten Ziel und Prognosen zum Ausgleich der Inflation sowie einem deutlichen Warnhinweis über die Folgen der Inflation für die Kaufkraft der PEPP Ersparnisse im Laufe der Zeit flankiert.

Stellen die PEPP-Anbieter alternative Anlageoptionen zur Auswahl, muss jede dieser Optionen dem PEPP Sparer eine Standard-Option arrangieren. Die PEPP-Anbieter versehen ihre Produkte mit der Option, auch biometrische Risiken abzudecken. Für die Zwecke dieser Verordnung bestimmt der Ausdruck „biometrische Risiken“ Risiken im Zusammenhang mit Langlebigkeit, Invalidität, Langzeitpflege und Tod.

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