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Hamburg erfasst zukünftig Hasskriminalität

Verantwortlicher Autor: Öff. i. B. S. - Sebastian Bauer Hamburg, 23.06.2018, 14:11 Uhr
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Hamburg [ENA] "Politisch motivierte Kriminalität wurde in der Vergangenheit nur unzureichend erfasst." - So steht es in einer Mitteilung der Hamburger Justizbehörde. Eine Hamburger Initiative hat 2016 auf der Justizministerkonferenz den Stein ins Rollen gebracht, damit in Zukunft Hasskriminalität bundeseinheitlich bei den Staatsanwaltschaften erfasst wird. Hamburg startet am 1. Juli.

"Antisemitisch, antichristlich, antiislamisch, behindertenfeindlich, fremdenfeindlich und wegen sexueller Orientierung" - das sind die Kriterien, nach denen die Staatsanwaltschaft in Hamburg dokumentieren wird. Die Erfassung ist wichtig. Denn häufig zielen die Straftaten darauf ab, Angehörige von Minderheiten wie beispielsweise Juden oder Homosexuelle zu verängstigen und sie zu isolieren. Mit der Erfassung kann diese Absicht in der Motivforschung festgehalten und bei der Strafzumessung berücksichtigt werden.

"Es ist sehr sinnvoll, dass die Staatsanwaltschaft bald Hassmotive erfasst. Bei Hasskriminalität wird nicht nur dem einzelnen Opfer Schaden zugefügt, sondern solche Taten vergiften auch das gesamtgesellschaftliche Klima. Wir brauchen die Daten, damit wir besser abschätzen können, wie sich diese Art der Kriminalität entwickelt und wie wir ihr entgegenwirken können", so Justizsenator Dr. Till Steffen.

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