Freitag, 22.06.2018 00:03 Uhr

DSGVO - Erste Blogbetreiber knicken ein

Verantwortlicher Autor: Dipl. Ing. Marc Störmer Frankfurt am Main, 26.05.2018, 15:48 Uhr
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DSGVO - Blogbetreiber schließen zu tausenden ihren Blog
DSGVO - Blogbetreiber schließen zu tausenden ihren Blog  Bild: Marc Störmer

Frankfurt am Main [ENA] Die „Kleinen“ trifft es in voller Härte. Zu groß die Angst, es könnte ein Anwaltsschreiben im Briefkasten liegen. Zu klein die Unterstützung seitens des Staates in Sachen Aufklärung und Zugeständnisse im Umgang mit der DSGVO. Der Schaden der hier entsteht ist irreparabel.

Im Internet muss man nicht lange suchen. Viele Blogs sind pünktlich zum 25.05.2018 - mit Inkrafttreten der europäischen Datenschutzgrundverordnung DSGVO - von der Bildfläche verschwunden. Die Einen verabschieden sich, die Anderen löschen ihre jahrelange Arbeit und Liebe zum Detail mit einem Klick. Schuld daran: die vollkommen unklar formulierte Datenschutzgrundverordnung. Viele haben Angst vor den Klagewütigen Anwälten und der drohenden Abmahnwelle, ungeachtet dessen, ob dieser Tsunami überhaupt ausbricht. Auch darf nicht vergessen werden: neben den großen Zahlen, die in den Raum geworfen werden, gibt es immer noch kleine Verwarnungen und Verwarnungsgelder, sollte es doch noch ernst werden.

Abwarten und Teetrinken...

...ist die Devise des Vernünftigen Bloggers. Aber auch Unternehmen, Vereine, private Webseitenbetreiber und Internethändler.... sollten nicht gleich in Panik ausbrechen, wenn Abzocker - einschlägig bekannte Anwaltskanzleien - eine Abmahnung schicken. Die DSGVO ist für Europa zunächst einmal unergründetes Neuland. Tatsache ist: wenn die Gegenseite behauptet einen Anspruch zu haben, so ist dies zunächst nur eine Behauptung. Die Gerichte sind sich der Tatsache bewusst, dass es zu einer Klageflut kommen kann und werden ihr Urteil genau abwägen. Ziel der DSGVO ist der Schutz der persönlichen Daten und hat nicht zum Ziel, die Wirtschaft zu bremsen oder dem „Kleinen Mann“ in die Tasche zu greifen.

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