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"Die Justiz kann ohne Rechtsmedizin nicht arbeiten"

Verantwortlicher Autor: Öff. i. B. S. - Sebastian Bauer Kiel, 25.05.2018, 17:55 Uhr
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Kiel [ENA] Die Deutsche Gesellschaft für Rechtsmedizin hält am Freitag und am Samstag in Kiel ihre Frühjahrstagung für die Region Nord ab. Schleswig-Holsteins Justizministerin Sabine Sütterlin-Waack hat zu diesem Anlass die Bedeutung der Rechtsmedizin für die Justiz betont. Die Leistungen der Rechtsmedizin für die Justiz stellten auch einen wesentlichen Beitrag zum Opferschutz dar, so die Ministerin.

"Die Justiz kann ohne Rechtsmedizin nicht arbeiten, denn in vielen Fällen wären eine Feststellung des wahren Sachverhalts und damit eine Entscheidung der Justiz nicht möglich. Dies zeigt sich nicht nur, aber insbesondere im Bereich der Strafverfolgung. Ohne rechtsmedizinische Expertise können Verletzungen eines misshandelten Kindes nicht entdeckt bzw. nicht richtig eingeordnet werden. Ohne professionelle Dokumentation von Verletzungen werden mitunter der Tatnachweis und die Rekonstruktion des Tatgeschehens gerade bei Sexual- und Gewaltverbrechen für die Justiz schwierig. (...)", äußerte sich Sabine Sütterlin-Waack in einer Mitteilung des schleswig-holsteinischen Justizministeriums.

"Ohne ein rechtsmedizinisches Gutachten bleibt das Geschehen, der wahrhafte Sachverhalt, mitunter im Dunkeln und kann nicht aufgeklärt werden. Ein Umstand, der für die Hinterbliebenen eines Opfers häufig kaum zu ertragen ist. Erst die juristische Aufarbeitung des Geschehens, die manchmal erst durch rechtsmedizinische Gutachten möglich wird, gibt den Hinterbliebenen die Chance, das Geschehene zu verarbeiten und den Blick nach vorne zu richten", so die Ministerin weiter.

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