Mittwoch, 26.09.2018 02:49 Uhr

Deutschland mit der Bahn entdecken 5

Verantwortlicher Autor: Klaus Fritzsching Weimar, 19.06.2018, 18:50 Uhr
Nachricht/Bericht: +++ Reise & Tourismus +++ Bericht 6124x gelesen

Weimar [ENA] Stadtschloss Weimar Entspannt und bequem die Sehenswürdigkeiten in Deutschland entdecken, das kann man mit der Bahn und dem öffentlichen Nahverkehr. Keine Staus auf der Autobahn und keine qualvolle Parkplatzsuche. Besonders wenn man älter wird, steigt man lieber auf die Bahn um. In dieser Artikelserie soll es keine Aufzählung der verschiedenen Möglichkeiten geben, sondern die einfachste Lösung aufgezeigt werden.

Auf dem Hauptbahnhof Weimar angekommen geht man direkt gegenüber dem Hauptausgang über die Straße zur Bushaltestelle. Mit den Linien 1 und 6 fährt man dann in die Innenstadt bis zur Wielandstraße. Von dort sind es nur noch 5 Minuten Fußweg bis zum Stadtschloss. Der Weg ist ausgeschildert. Das jetzige Stadtschloss mit Museum war im 10. Jahrhundert noch eine Wasserburg, wurde mehrfach zerstört und hat sich seitdem in der Ansicht immer wieder verändert. Ab Mitte des 16. Jahrhunderts residierten im Schloss die Herzöge Übrigens ist das Schloss Teil des Unesco Weltkulturerbes Klassisches Weimar. Die an das Schloss anschließende Gartenanlage wurde übrigens von Goethe mit entworfen.

Den größten Teil des Museums nimmt die Malerei vom 15. bis 19. Jahrhundert ein. Doch in Weimar wohnten ja auch Goethe und Schiller. Somit erfährt man auch viel über die beiden Dichter von Weltruf. Besonders eindrucksvoll auch das Schlafzimmer und der Brautschmuck der Zarentochter Maria Pawlowna, die 1804 den Fürsten Carl Friedrich heiratete. Die russische Großfürstin war den Künsten sehr zugetan und hat einen großen Anteil an der Erhaltung uns Ausgestaltung des Stadtschlosses. Es gibt auch viele sehr stilvolle Möbel, wie zum Beispiel einen Kabinettschrank um 1700, ein Zylinderbureau um 1750 aus Mahagoni oder einen 3 Flügel Martinsaltar von 1503 zu sehen.

Aber auch Wunderwerke der Technik aus vergangenen Jahrhunderten, wie eine Lebensuhr von 1706, eine Bodenstanduhr mit Flötenwerk von 1790 oder einen Hammerflügel von Erard aus dem Jahr 1811. Aber auch das von Großfürstin Maria Pawlowna in Auftrag gegebene Dichterzimmer ist ein Augenschmaus. Unter den vielen Gemälden sind Werke von Cranach dem Älteren und dem Jüngeren und Dürer zu sehen. Auch geschnitzte Meisterwerke der sakralen Kunst sind zu bestaunen. Leider sind die oberen 2 Etagen des Museums für Rollstuhlfahrer nicht zugängig. Aber vielleicht in Zukunft, denn das gesamte Schloss wird geschlossen und bis 2023 neu ausgebaut.

Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Photos und Events Photos und Events Photos und Events
Info.