Dienstag, 24.04.2018 12:07 Uhr

Das Haus der europäischen Geschichte

Verantwortlicher Autor: Carlo Marino Rom/ Brüssel, 06.02.2018, 09:05 Uhr
Presse-Ressort von: Dr. Carlo Marino Bericht 5055x gelesen

Rom/ Brüssel [ENA] Ein Ort, um über Europas Geschichte zu diskutieren, nachzudenken und Fragen zu stellen: das ist das Haus der europäischen Geschichte in Brüssel, Belgien. Das Ziel des Hauses der europäischen Geschichte besteht darin, zu einem echteren Verständnis der gemeinsamen Vergangenheit und der diversen Erfahrungen der Menschen in Europa beizutragen. An diesem Ort es ist möglich unterschiedliche und gemeinsame Standpunkte

in der europäischen Geschichte auffinden. Die ständige Ausstellung im Haus der europäischen Geschichte vermittelt den Besuchern in jedem Fall einen Überblick über die europäische Geschichte. "Wer sich nicht an die Vergangenheit erinnern kann, ist dazu verdammt, sie zu wiederholen." schrieb der US-amerikanischer Philosoph und Schriftsteller spanischer Herkunft Jorge Augustín Nicolás Ruiz de Santayana (1863-1952). Heutzutage das ist tatsächlich zu erinnern und aus den Fehlern der Geschichte zu lernen. Von Mythen und Entdeckungen bis hin zum Chaos und Übereinstimmung des 20. Jahrhunderts: Das Haus der europäischen Geschichte nimmt seine Besucher auf eine Reise durch die europäische Geschichte mit und regt sie dazu an, die Zukunft Europas

überzulegen. Es ist eine ganz besondere Zeitreise. Dieses Museum der europäischen Geschichte ist im frisch renovierten Eastman-Gebäude im Parc Léopold – mitten im Grünen – einlogiert. Seine Ausstellungen sind in allen 24 Amtssprachen der Europäischen Union vorhanden, und der Eintritt ist frei. Speziell auf Schulen, Familien und Gruppen ausgerichtete Angebote machen den Museumsbesuch zu einem faszinierenden Erlebnis für alle Besucher. Ein Besuch dauert normalerweise ungefähr 90 Minuten und für Besuchergruppen von mehr als 10 Personen ist eine Reservierung notwendig.

Das Programm des Hauses der europäischen Geschichte ist mannigfaltig und regt die Besucher dazu an, ihr Verständnis der europäischen Geschichte und des Vermächtnisses dieser Geschichte für die Gegenwart infrage zu stellen. Ausstellungen, Besichtigungen mit Multimedia-Guide, Lernmaterialien, Workshops und Seminare sind nur einige der Angebote, die den Besuch zu einem spannenden Erlebnis machen. Mit Originalen und Replikaten sprechen die Ausstellungsräume die verschiedenen Sinne an – Sehen, Hören, Fühlen und manchmal sogar Riechen – und laden so den Besucher ein, in seine Landschaft einzutauchen und sich interaktiv einzubringen.

Möglich wird das Museum durch Tablets, die eine interaktive Führung durch das Museum in allen 24 Amtssprachen der EU bieten und an denen die gewünschte Sprache eingestellt werden kann. Auf jedem Tablet können spezielle Anwendungen für Kinder konfiguriert werden. Für hörgeschädigte Besucher gibt es zudem eine erweiterte Audiosoftware. Sollten Sie Hilfe benötigen, können Sie sich auf jeder Ebene stets an Mitarbeiter des Museums wenden. Eine Broschüre mit einem kurzen Ausblick über die Dauerausstellung liegt im Eingangsbereich des Hauses der europäischen Geschichte aus und kann zudem vorher aus dem Internet heruntergeladen werden. Zum Herunterladen bereit steht auch ein ausführlicherer Ausstellungsführer, der im Museum gekauft werden kann.

Um den Besuchern die turbulenten Episoden des 20. Jahrhunderts verständlicher zu machen, liegt der Fokus der Dauerausstellung zunächst auf den Überzeugungen und Ansichten, die das 19. Jahrhundert – Europas „Eintritt in die Moderne“ – prägten, bevor im weiteren Verlauf der Ausstellung Europas Abstieg in Krieg und Zerstörung gezeigt wird. Ferner wird die Suche nach einem besseren Leben in einem zunehmend vereinten Europa ins rechte Licht gesetzt. Man wird angeregt, über das heutige Europa, den Status und die Stellung der Europäischen Union sowie über den Beitrag nachzudenken, den jeder einzelne zur Aufbau der Zukunft des Kontinents leisten kann.

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