Dienstag, 29.12.2020 18:48 Uhr

Apotheker unglücklich mit FFP2-Masken-Aktion von Spahn

Verantwortlicher Autor: Jochen Behr Berlin/Würzburg, 28.12.2020, 21:34 Uhr
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Apotheker in Deutschland
Apotheker in Deutschland  Bild: Abda.de

Berlin/Würzburg [ENA] Apotheker sind mit dem Schnellschuss von Spahn in Sachen kostenlose Verteilung von FFP2-Masken unglücklich. Das sei eine der vielen "Hau-Ruck"-Aktionen heißt es auf Nachfrage vor Ort. Da wird mal schnell wieder was gemacht ohne groß vorher darüber nachzudenken sagt man uns weiter.

Auf Nachfrage bei einer Apothekerin in Bayern beklagte diese diese Maßnahme von Spahn. Zum Einen so sagt sie haben wir uns die Masken selber besorgen müssen, da wir keine erhalten haben aus dem Budget der Bundesregierung und sind damit in Vorkasse gegangen. Auf Nachfrage was sie davon halte, dass Kollegen China FFP2 Masken mit asiatischer Gebrauchsanleitung an alte Menschen herausgeben sagte sie, dass es in Deutschland gar keine FFP2 Masken in dieser Größenordnung gebe und dass sie auch keinen Sinn darin sehe, warum alte Menschen anstatt einer chirurgischen Maske mit Vlies, welches als Medizinprodukt ausreichend vorhanden sei nun auf FFP2 Masken umsteigen sollten. Der Schutz würde sich damit nicht wesentlich verbessern.

Im Gegenteil: Unsachgemäße Handhabung der Masken würden eine erhöhte Infektionsgefahr darstellen, so müsse die Maske offen liegend trocknen und nicht zusammen gefaltet in einer Hosentasche nach Gebrauch aufbewahrt werden. Auch die richtige Anwendung einer FFP Maske beim Tragen sei wichtig, dass der Bügel natürlich über der Nase getragen werden muss, dass es hier Qualitätsunterschiede in der Verarbeitung der Masken gäbe zwischen namhaften europäischen Anbietern und chinesischer Ware räumte sie ein, aber sagte auch dass auch bei sehr dünnen Masken auf FFP Standard der Schutz gegeben sei. Viel wichtiger aber sei es nicht mit den Händen die Innenseite der Maske zu kontaminieren hieß es weiter. Diese Aktion war ein Schnellschuss, nicht mehr!

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