Sonntag, 22.07.2018 03:13 Uhr

Wenn Wälder brennen

Verantwortlicher Autor: Dipl. Ing. Marc Störmer Frankfurt am Main, 19.06.2018, 18:53 Uhr
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Frankfurt am Main [ENA] Nur 4 % aller Waldbränden sind in den Jahren 1970 bis 2016 auf natürliche Ursachen ermittelt worden. Die Anzahl der Waldbrände durch Brandstiftung rund 25 % sowie Fahrlässigkeit rund 25 % machen den Hauptteil aller Waldbrände in Deutschland aus. In den verbleibenden rund 46 % aller Waldbrände im oben genannten repräsentativen Zeitraum sind nicht ermittelt und daher unbekannt.

Auffällig ist, das es im Jahr 2016 in Mecklenburg-Vorpommern nur 25 mal gebrannt hat. Mecklenburg-Vorpommern in Vorbeugung und Kontrolle im selben Zeitraum allerdings auch über 1 Million Euro investiert hat. In Brandenburg hat es im Jahr 2016 genau 248 mal gebrannt. Die Investitionen für Vorbeugung und Kontrolle beliefen sich im Bemessungszeitraum in Brandenburg nur auf rund 21.000,- EUR. Sicher dürfte damit sein: Vorbeugen ist besser als heilen. Bei einer Investition von 21.000,- EUR in die Vorbeugung rächt sich das Feuer, gefährdet Menschenleben und verbraucht unnötige Ressourcen der Feuerwehren und der Polizei. Eine Hochrechnung des Schadens und der Kosten bei 248 Bränden lässt böses ahnen.

Die statistischen Zahlen stammen von der Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung in Bonn. Weiterhin auffällig ist, dass bei einer Betrachtung der Waldbrände nach Besitzarten am häufigsten Privatwälder brennen. Im Schnitt 4 x häufiger als Bundes- Land- oder Körperschaftswälder. Ausnahme: Bayern, da verhält es sich andersherum. Betrachtet man rein die Anzahl der Brände, fallen die brennenden Privatwälder besonders auf. Ob dies an mangelnden Investition bei Vorbeugung und Beobachtung liegen, kann derzeit noch nicht abschließend mitgeteilt werden. Jedenfalls bergen Privatwälder für die Versicherungen ein deutlich höheres Risiko, denn brennt der Wald erst einmal, sind hohe Entschädigungen fällig.

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