Dienstag, 29.12.2020 18:48 Uhr

Statt teuren Urlaub teuren Schmuck

Verantwortlicher Autor: Walter Vymyslicky Niederösterreich, 19.12.2020, 18:40 Uhr
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Derzeit wird viel Schmuck gekauft
Derzeit wird viel Schmuck gekauft  Bild: Walter Vymyslicky

Niederösterreich [ENA] Wie Johann Figl, Obmann des Landesgremiums des Juwelen-, Uhren-, Kunst-, Antiquitäten- und Briefmarkenhandels in der NÖ Wirtschaftskammer, dem NÖ Wirtschaftspressedienst berichtete läuft das Geschäft derzeit recht gut. Grund dafür dürfte der Verzicht auf Urlaub sein.

„Da die Menschen nicht auf Urlaub fahren können, wird das Geld anders investiert. Unsere Branche profitiert zum Teil davon. Hochwertiger Schmuck ist gefragt, und das Geschäft läuft gut“, erklärte er. Die Menschen gönnen sich also etwas - für sich selber oder als Weihnachtsgeschenk. In erster Linie handelt es sich dabei um Brillantschmuck, um etwas, das individuell vom einem Goldschmied erzeugt wird. Immer on top ist der Solitär Ring in der Krappenfassung“, berichtet Figl. „Händlern mit hochwertigem Schmuck kommt zugute, dass ein Konzern wie Tiffany für solche Schmuckstücke weltweit Werbung macht.“

Preislich ist die Branche breit aufgestellt. Manche kaufen Silberschmuck, der ab 200 Euro zu haben ist. Andere leisten sich Goldschmuck, wo es schon eher um 2.000 Euro oder noch mehr geht. Der Lockdown sowohl im Frühjahr als auch im Herbst sind der Branche hinderlich gewesen. „Schmuck ist etwas, das Begehrlichkeiten weckt. Oft kommen Paare ins Geschäft, die mehr Geld ausgeben, als sie ursprünglich geplant hatten. Der größere Stein gefällt beispielsweise besser“, meint Figl. Gefragt wie eh und je sind Eheringe. Da Hochzeitsfeiern und der Aufwand dafür reduziert waren, wird sich so mancher auch ein etwas kostspieligeres Exemplar ausgesucht haben.

„Gut haben sich vielfach Memoire-Ringe verkauft. Wie Eheringe kommen sie vor allem aus österreichischer Produktion, was uns sehr wichtig ist“, so der Berufsvertreter der Juweliere. Das heurige Jahr habe gezeigt: Trendschmuck ist in Krisenzeiten nicht gefragt. Die entsprechenden Schmuckgeschäfte sind in Einkaufszentren angesiedelt, wo überwiegend Verluste zu verzeichnen waren. Auch in touristischen Zentren ist es weniger gut gelaufen. „Dies betrifft jedoch kaum die niederösterreichischen Juweliere“, so Johannes Figl in einer Aussendung der Wirtschaftskamm Niederösterreich.

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