Freitag, 17.08.2018 10:57 Uhr

Edel sei der Mensch.

Verantwortlicher Autor: Rolf Fischer Berlin, 23.05.2018, 18:57 Uhr
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Edel sei der Mensch, hilfreich und gut. (capri23auto, Pixabay)
Edel sei der Mensch, hilfreich und gut. (capri23auto, Pixabay)  Bild: capri23auto, Pixabay

Berlin [ENA] Edel sei der Mensch, hilfreich und gut, hat einst Goethe geschrieben. Es scheint aber so, dass sich die Menschheit heute von seinem Ideal weiter entfernt hat, als er es sich jemals hätte vorstellen können. Der Altruismus ist den Menschen fremd geworden, der Egoismus beherrscht die Welt.

Kaum eine Region auf der Erde ist frei von Konflikten, Kriegen, Hungersnöten und Elend. Und es scheint so, dass der reiche Westen sich aufmacht, einen Krieg nach Europa zu tragen. Obwohl sich fast alle europäischen Politiker darin einig sind, dass die USA zurzeit von einem unberechenbaren Präsidenten regiert werden, schlagen diese mit Trump die Kriegstrommel. Fanatische Kämpfer haben sich aufgemacht, die Welt im Namen ihrer Religion zu erobern. Auch im wohlgenährten Deutschland ist der Altruismus abhandengekommen. Die Probleme, wie Alters-, Kinder- und Bildungsarmut werden von der Politik geflissentlich ignoriert. Linke kämpfen gegen rechte und rechte gegen linke. Deutsche lehnen Ausländer ab und Ausländer weigern sich, sich zu integrieren.

Selbst oder auch gerade in sozialen Netzwerken wird Stimmung gegen Andersdenkende und Andersaussehende gemacht. Nur selten werden dort sachliche Diskussionen geführt. Es wird beschimpft und beleidigt, was das Zeug hält. Und wer anderer Meinung ist, wird mit Häme und Hass überschüttet. Der gute Johann Wolfgang würde sich im Grabe umdrehen, ist doch sein ideales Menschenbild weiter entfernt als je zuvor.

Es bedarf mehr Menschlichkeit.

Goethes Menschenbild ist schon arg ins Wanken geraten, der Begriff Menschlichkeit ins Absurde verkommen. Vielleicht muss auch nur der Begriff der Menschlichkeit neu definiert werden. Der heutige Mensch scheint nicht mehr edel, hilfreich und gut zu sein. Der heutige Mensch zeigt sich als absoluter Egoist, der Andersdenkende und Andersaussehende mit Füßen tritt und wenn diese schon auf dem Boden liegen, noch nach tritt. Nicht der Andere steht im Mittelpunkt des menschlichen Denkens, sondern mein Haus, mein Auto, mein Boot, wie es ein deutsches Geldinstitut mal formuliert hat.

Es gibt Hoffnung.

Nun, unsere Medien sind auch nicht ganz schuldlos an diesem Zustand menschlichen Denkens. Es wird oft nur mit Schlagzeilen um sich geworfen. Neutrale Hintergrundberichte sind nur noch selten finden. Viele Menschen lassen sich gerne so berieseln. Das nimmt ihnen die Verantwortung ihr einzigartiges Organ zu nutzen, wofür es uns von der Natur gegeben worden ist, das Gehirn. Die Buchautorin, Christa Schyboll, hat es treffend formuliert: „Gut oder edel im Sinne einer inneren menschlichen Qualität zu sein, ist kein Schicksal, kein Glück oder Pech, sondern allein Erkenntnis und Wille, die immer wieder neu die Tat braucht, um sich im Menschen mehr und mehr zu verfestigen.“

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