Sonntag, 16.12.2018 13:24 Uhr

Amtsgericht Alsfeld verurteilt 3fachen Brandstifter

Verantwortlicher Autor: Patricia Rennhack Alsfeld, 28.05.2018, 15:08 Uhr
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Amtsgericht Alsfeld
Amtsgericht Alsfeld  Bild: wikipedia

Alsfeld [ENA] Das Amtsgericht Alsfeld sprach heute das Urteil für einen 3 fachen Brandstifter und für 5 fachen Einbruch-Diebstahl. Am ersten Verhandlungstag am 08.05.2018 wurden die Brandstiftungen vom 23.01.17 auf den 24.01.17 und vom 26.08.2017 auf den 27.08.2017 verhandelt.

Nach Einlassung des Angeklagten habe er nichts mit den Brandstiftungen zu tun, hatte aber in einem Teilgeständnis die 5 Einbruch-Diebstahlsdelikte zugegeben. Er ist 2016 nach Deutschland gekommen und hatte hier auch Arbeit als Hilfsarbeiter in verschiedenen Städten. Er erklärte das er angeblich von einer Clique zu den Straftaten angestiftet geworden ist. Dann bei seiner ersten Brandstiftung wurde ein Arbeitshandschuh neben einem verschmorten Benzinkanister gefunden, den der Angeklagte aus dem Geräteschuppen gestohlen hatte. Er zündete in der Nacht vom 23.01.2017 auf den 24.01.2017 die beiden Gartenhütten an.

Da sich das Gericht sich sehr intensiv mit der Vorgeschichte des Angeklagten befasst hatte am ersten Verhandlungstag wurde dann ein Folgetermin anberaumt zum 28.05.2018. An dem Arbeitshandschuh wurde seine DNA gefunden und ein Abgleich mit der internationalen DNA-Datei vorgenommen und es gab dort einen Treffer. Der Treffer wurde vom der Polizei in Schweden bestätigt.

Die letzte Brandstiftung vom 26.08.2017 auf den 27.08.2017 wurde ohne Brandbeschleuniger vorgenommen. In diese Gartenhütte wurde am 16.08.2017 also 12 Tage vor dem Brand eingebrochen. Der Angeklagte der in Alsfeld Arbeit hatte, wurde am 05.09.2017 von seinem Chef entlassen und wurde an diesem Abend nach seinem Einbruch auf frischer Tat von der Polizei betroffen. Nach der Einlassung des Angeklagten wäre er nicht alleine gewesen, doch es wurden keinen Spuren gefunden die auf mehrere Täter hingewiesen hätten.

Bei einer Hausdurchsuchung wurden die gestohlenen Gegenstände noch ein Jahr später aufgefunden, die Gegenstände wurden durch die bestohlenen Personen, eindeutig identifiziert. Daraus lässt sich wieder rum ableiten das es keine Clique gegeben hat, die diese gestohlenen Gegenstände eigentlich verkaufen wollten. Damit war diese Aussage des Angeklagten nichtig. Alles zusammen genommen (3fache Brandstiftung und 5facher Einbruch-Diebstahl) verurteilte das Amtsgericht Alsfeld den Angeklagten zu einer Freiheitsstrafe von 2 Jahren ohne Bewährung.

Die Begründung warum die Verurteilung nicht zur Bewährung ausgesetzt worden ist liegt darin, das einfach die Fluchtgefahr zu groß ist und der Angeklagte auch kein glaubhaftes Geständnis abgelegt hatte. Das was dem Angeklagten zu Gute gehalten worden war das er gesagt hatte, er wollte sich in eine stationäre Behandlung geben zum Entzug, das war das einzige was das Gericht an positiver Sozialprognose in Betracht gezogen hatte, aber sonst keine weitere Hinweise. Lt. der Indizienkette hatte das Gericht auch keinen Zweifel daran das der Angeklagte die Taten so begannen hatte wie die Taten auch angeklagt gewesen sind.

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