Montag, 23.09.2019 20:15 Uhr

Sonderausstellung Mythos Tankstelle in Graz

Verantwortlicher Autor: Carlo Marino Rom/Graz, 10.09.2019, 10:36 Uhr
Presse-Ressort von: Dr. Carlo Marino Bericht 2395x gelesen

Rom/Graz [ENA] Die Sonderausstellung, Mythos Tankstelle, schlägt einen großen Bogen von den ersten die Werbung betreffenden Versuchen der Ölgesellschaften um 1905, die Automobilisten von der Qualität eines bestimmten Kraftstoffs zu überzeugen, bis zu den erbarmungslosen Preiswettkämpfen der Gegenwart. Dabei treten Auf- und Niedergang einst marktbeherrschender Konzerne wie der deutsch-amerikanischen Petroleum-Gesellschaft DAPG oder

der österreichischen Olex (Petrolexport) ebenfalls in den Blick wie ihre seit den 1920er-Jahren bis heute immer raffinierter zusammengestellten Kampagnen, die die Leute von der Qualität ihrer teureren Superkraftstoffe überzeugen oder Markentreue einprägen wollen – sei es durch Fußballbilder als Werbezugaben oder indem man einzureden versuchte, wir hätten den Tiger leibhaftig im Tank. Natürlich wird auch ein Blick auf die Öl- und Umweltkrisen der Ölgiganten und deren Niederschlag in ihrer Kommunikationspolitik nicht fehlen. Tankstellen versorgen mit mehr als nur mit Sprit. Sie vermitteln Lebensgefühle, die sich im Lauf ihrer weit über 100-jährigen Geschichte immer wandelten.

Einerseits galten sie immer schon als Symbol für Mobilität, andererseits wurden ihre Inhalte in den letzten Jahren zusehends vielförmiger.Diese Ausstellung, Kuratiert von Helmut Eberhart mit Eva Kreissl und Johannes Maier, in Graz bis 06.01.2020, den Spuren der Tankstelle folgt von den ersten Anfängen über technische und architektonische Innovationen bis zu ihrer Rolle als Ersatzgeschäft und örtliches Kommunikationszentrum nach dem Verschwinden von Greißlern und Gasthäusern . Tankstellen werden somit mehr und mehr zu Orten der Begegnung für Menschen aus der Umgebung.

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