Sonntag, 20.05.2018 23:43 Uhr

Obsession Zeichnen im BRUSEUM Graz

Verantwortlicher Autor: Carlo Marino Graz, 26.02.2018, 10:47 Uhr
Presse-Ressort von: Dr. Carlo Marino Bericht 5363x gelesen

Graz [ENA] Im BRUSEUM Graz findet eine neue Schau statt: junge Künstler/innen machen den Prozess des Zeichnens für alle erlebbar. Kick-off: 01.03.2018, 19 Uhr. Obsession Zeichnen ist von Roman Grabner kuratiert. Der lang gehegte Wunsch der Neuen Galerie Graz, für den weltbekannten steirischen Künstler Günter Brus ein Brus-Museum innerhalb des Hauses zu schaffen, das so genannte BRUSEUM, konnte 2008 durch einen großen

Sammlungsankauf auf Initiative des damaligen Kulturreferenten des Landes Steiermark, Dr. Kurt Flecker, realisiert werden. Das BRUSEUM repräsentiert einen eigenen Sammlungs- und Forschungsschwerpunkt zum Leben und Werk des Künstlers innerhalb der Neuen Galerie Graz und verfügt über einen permanenten Ausstellungsbereich im Joanneumsviertel, im Museumsgebäude Neutorgasse. Mit der Zerreiβprobe beendete Brus seine Aktionszeit, doch hielt er in seinem zeichnerischen Werk an einer körperorientierten Motivwelt fest. Das Blatt Papier war nun Schauplatz seines exzessiven Arbeitens, das eine stetige Auseinandersetzung mit dem menschlichen Dasein zeigte und um existenzielle Fragestellungen kreiste.

Brus begann auch Texte und Zeichnungen ohne jegliche Einschänkung formaler oder inhaltlicher Art miteinander zu kombinieren. „Die Bild-Dichtung ist für mich die ideale Form, eil der denkfreie Vorgang des Zeichnens von denkerischen Schreiben ständig durchbrochen oder konterkariert wird“ sagte Brus. Während Günter Brus im Frühjahr 2018 aus Anlass seines herankommenden 80. Geburtstages in Wien eine große Retrospektive gewidmet wird, öffnet das BRUSEUM seine Räume für eine junge Generation an Künstlerinnen und Künstlern, die eine Gemeinsamkeit mit dem „Hausherrn“ teilen: ihre Obsession für das Zeichnen.

Zur Schau gestellt wird nicht nur die breite Vielfalt an Ausdrucksformen, die das Medium Zeichnung bietet, sondern der Prozess des Zeichnens an sich. Junge Künstler/innen aus Europa – unter anderem Studio Asynchrome, Gabór Kóos und Marianne Lang – kommen für jeweils vier Wochen nach Graz, um im BRUSEUM vor Publikum neue Arbeiten anzufertigen und damit auch die konventionelle Struktur von Ausstellungen herauszubrechen. Am Eröffnungstag wird also keine einzige Arbeit zu sehen sein, denn die Ausstellung entsteht erst während ihrer Dauer. Dafür ist das Publikum eingeladen, immer wieder zu kommen, sich bei einer Tasse Tee oder Kaffee aufzuhalten und am Entstehungsprozess von Kunst teilzuhaben.

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