Dienstag, 20.02.2018 22:13 Uhr

Eine wichtige Open-Access-Vereinbarung

Verantwortlicher Autor: Carlo Marino Wien/Rom, 23.01.2018, 12:49 Uhr
Presse-Ressort von: Dr. Carlo Marino Bericht 5185x gelesen

Wien/Rom [ENA] Am 20. Dezember 2017 wurde in Wien eine wichtige Open-Access-Vereinbarung zwischen dem österreichischen Wissenschaftsfonds (FWF), der Universität Wien und dem Verlag Frontiers unterzeichnet. Österreichische Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler dieser Institutionen können ab 1. Januar 2018 ihre Artikel in den Open-Access-Zeitschriften von Frontiers mit Hilfe eines vereinfachten Workflows veröffentlichen.

Das Abkommen ermöglicht den teilnehmenden österreichischen Institutionen neben einem nationalen Rabatt und einer zentralisierten außerdem deutliches Rechnungslegung und umfassendes Reporting über Ausgaben und Forschungsergebnisse auf institutioneller und nationaler Ebene. Das nationale Abkommen steht allen österreichischen akademischen Forschungs- und Forschungsförderungsorganisationen offen. Alle neuen Unterzeichner profitieren von den gleichen Konditionen, unabhängig von der Größe der Institution und der Forschungsleistung. Die Vereinbarung ist unter folgendem Link öffentlich zugänglich: http://doi.org/10.5281/zenodo.1118688

Der österreichische Wissenschaftsfonds (FWF) freut sich, Erstunterzeichner des vollständig transparenten Gold Open Access Abkommens mit Frontiers zu sein. "Die Transparenz von Kosten, Bedingungen und Services ist eine Voraussetzung für die Stärkung von Open Science, einem zentralen Anliegen des FWF. Das Gold-Open-Access-Abkommen mit Frontiers ist ein starkes und wichtiges Signal, das als Vorbild für weitere Vereinbarungen betrachtet werden kann“, so FWF-Präsident Klement Tockner zur Unterzeichnung des Abkommens. Regina Hitzenberger, Vizerektorin der Universität Wien, erklärte: „Wir freuen uns, Erstunterzeichner dieses innovativen Abkommens zu sein, das Open Science in Österreich weiter voranbringen wird.“

Kamila Markram, Mitbegründerin und CEO von Frontiers, streicht die Bedeutung des Abkommens hervor: „Ein vollständiger Übergang zu Open Science hat das Potenzial, wissenschaftliche Entdeckungen zum Wohle der Menschheit zu beschleunigen. Wir danken dem österreichischen Wissenschaftsfonds und der Universität Wien, die als Erstunterzeichner dieses wegweisenden Open-Access-Publishing-Rahmenabkommens eine Vorreiterrolle in dieser Übergangsphase übernehmen und freuen uns auf die Beteiligung weiterer österreichischer Institutionen.“

Der FWF ist Österreichs zentrale Einrichtung zur Förderung der Grundlagenforschung. Er unterstützt – nach internationalen Qualitätsmaßstäben – herausragende Forschungsprojekte sowie exzellente Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die sich der Gewinnung, Erweiterung sowie Vertiefung wissenschaftlicher Erkenntnisse widmen. Seit mehr als einem Jahrzehnt ist der FWF ein starker Förderer von Open Access und koordiniert das Open Access Network Austria (OANA). Die Universität Wien ist eine der ältesten Universitäten Europas und die größte Bildungsstätte in Österreich: An 19 Fakultäten und Zentren arbeiten rund 9.500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (davon 6.600 Wissenschaftler/innen) und 94.000 nationale und internationale Studierende.

Mit 174 ordentlichen Studien verfügt sie über das vielfältigste Studienangebot des Landes. Frontiers ist eine erfolgreiche Open-Science-Plattform und führender Open-Access-Forschungsverlag. Frontiers Mission ist es, qualitativ ausgezeichnete, von Expertinnen und Experten beurteilte Forschungsartikel schnell und frei für jedermann in der Welt verfügbar zu machen und dadurch wissenschaftliche und technologische Innovationen, gesellschaftlichen Fortschritt und wirtschaftliches Wachstum zu aktivieren. Frontiers erhielt 2014 den „ALPSP Gold Award for Innovation in Publishing“.

Für den Artikel ist der Verfasser verantwortlich, dem auch das Urheberrecht obliegt. Redaktionelle Inhalte von European-News-Agency können auf anderen Webseiten zitiert werden, wenn das Zitat maximal 5% des Gesamt-Textes ausmacht, als solches gekennzeichnet ist und die Quelle benannt (verlinkt) wird.
Zurück zur Übersicht
Info.