Montag, 27.05.2019 11:04 Uhr

Domus transitoria in Rom: bunte Farben, schöne Figuren.

Verantwortlicher Autor: Carlo Marino Rom, 26.04.2019, 14:49 Uhr
Presse-Ressort von: Dr. Carlo Marino Bericht 4390x gelesen

Rom [ENA] Die erste große Villa, die von Kaiser Nero auf dem Palatin in Rom gebaut wurde, ist für die Öffentlichkeit zugänglich. Die Domus Transitoria („Übergangshaus“) war ein Palast am Palatin in Rom, den der römische Kaiser Nero Claudius Caesar Augustus Germanicus (15. Dezember 37 in Antium; † 11. Juni[ 68 bei Rom) im 1. Jahrhundert errichten ließ. Die Domus Transitoria verband die alten kaiserlichen Bauten auf dem Palatin

mit den ebenfalls im kaiserlichen Besitz befindlichen „Gärten des Maecenas“ auf dem Esquilin. Sie wurde beim Brand Roms im Jahr 64 weitgehend zerstört und durch die Domus Aurea ersetzt. Nach einer zehnjährigen Restaurierung werden die 800 Quadratmeter der Villa Kaisers Nero, erster königlicher Palast auf dem Palatin in Rom, von Montag bis Freitag für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht. Der Historiker Suetonius erzählt wie ein Skandal die Geschichte des großen Engagements, das Nero dem Bau seines privaten Palastes widmete: zuerst die Domus Transitoria, die den "Transit" vom Palatinus zum Esquilinus erlaubte, und nach dem Brand Roms von 64 n. Chr. folgte den Domus Aurea.

In Teilen der Domus Aurea, die auf die Domus Transitoria zurückgehen dürften, fanden sich Wandmalereien mit klassischen Motiven; mehrreihige Ornamente wie stilisierte Blüten umfassen Bildfelder. In der Mitte der Wände waren, wenn möglich, ein „Gemälde“ mit mythologischem Inhalt (fast nie ein Thema aus der Geschichte oder dem aktuellen Zeitgeschehen) angebracht, in den Seitenfeldern Landschaften, Medaillons mit Porträts oder Büsten mythischer Gestalten und vignettenartige Einzeldarstellungen stehender Figuren wie Musen und Athleten. Stillleben mit Lebensmitteln, Sportgeräten, Bühnenmasken und Gefäßen waren andere Füllelemente. Szenen aus dem Alltagsleben waren seltener. Das wichtigste Element ist das Kymation, auch Kyma.

Dies sind konkav oder konvex ausgebildete Stäbe als Abschlussleiste zwischen einzelnen Bauelementen. Stuckreihen bilden den äußersten Rahmen. Die Bilder sind flott, aber genau gemalt. Sie enthalten vermutlich mythologische Themen, die aber nicht genau zu deuten sind. Die Domus Transitoria („Übergangshaus“) war opulent und verfeinert. Es wurde mit der Erhabenheit der ptolemäischen Paläste als Inspiration gebaut. Die Villa wurde geschlossen und auf Befehl des Kaisers, nach dem großen Brand von Rom im Jahr 64 n. Chr., begraben und durch den größeren und luxuriöseren Domus Aurea (Goldenes Haus) ersetzt. Die erste Villa fasst jedoch zusammen und ist "fast ein technischer Testlauf für die Domus Aurea", sagte der Direktor des Archäologischen

Parks des Kolosseums, Alfonsina Russo. Heute ist die Tour für kleine Besuchergruppen reserviert, die dank der neuen Beleuchtung und 3D-Visiere die farbigen Murmeln, Springbrunnen und roten Porphyrsäulen bewundern können. Die Tour beginnt in einem großen Raum mit einem Nymphäum. Wasser ist ein zentrales Thema der Villa. Säulen und Nischen schmücken diesen opulenten Raum. Historiker und Archäologen sagen, Nero liebte es, die heißesten Stunden der Sommertage in diesem Raum unter einer großen Terrasse zu verbringen, die wahrscheinlich mit einer mit Holz geschmückten Decke bedeckt war oder vielleicht nur durch opulente Vorhänge geschützt war.

Helle und kostbare Brummen schmücken diesen Raum, der für den Kaiser ein Symbol seiner weltweiten Macht darstellte. Die majestätischen Zimmer der Villa sind ebenfalls mit Marmor und Wasserreflektionen ausgestattet, die ein zentrales Thema der Villa sind. Wände sind auch mit Blumen und Pflanzen bemalt, um wie ein üppiger Garten zu wirken. Ein Teil des ursprünglichen Dekors der Villa wurde vor etwa drei Jahrhunderten von der Familie Farnese erhalten. Viele Originaldekorationen gingen jedoch verloren oder sind heute Teil privater Sammlungen oder werden in Museen ausgestellt. Teile der verzierten Decke sind im Museo Palatino neben dem Eingang der Domus zu sehen, zusammen mit goldenen Friesen und anderen Schätzen.

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