Montag, 20.08.2018 05:00 Uhr

Modellprojekt der GKV erhält den SmartHome Award

Verantwortlicher Autor: Carlo Marino Berlin/Rom, 31.05.2018, 11:29 Uhr
Presse-Ressort von: Dr. Carlo Marino Bericht 6005x gelesen

Berlin/Rom [ENA] Die SmartHome Initiative Deutschland vergibt jährlich die SmartHome Deutschland Awards für das beste realisierte SmartHome Projekt, das erstklassigste smarte Produkt bzw. die beste Systemlösung, das hervorragendste SmartHome Start-Up und die brillanteste studentische Leistung. Mit dem Award würdigt die SmartHome Initiative das hohe technologische Niveau und Engagement, das in den Produkten, Lösungen und Unternehmen

des SmartHome-Markts vorhanden ist und wächst. Den 2. Preis in der Kategorie „Das beste realisierte Projekt“ hat das Modellprojekt der GKV-Spitzenverband (die zentrale Interessenvertretung der gesetzlichen Kranken- und Pflegekassen in Deutschland) „Pflege@Quartier“ der kommunalen Berliner GESOBAU AG erhalten. Der Preis wurde von der SmartHome Initiative Deutschland e. V. am 14. Mai 2018 im Berliner „Roten Rathaus“ verliehen, den Ehrenvorsitz für die diesjährige Preisverleihung hatte Berlins regierender Bürgermeister Michael Müller. Seit 2012 verleiht die SmartHome Initiative Deutschland e.V. jährlich den SmartHome Deutschland Award in verschiedenen Kategorien.

Die GESOBAU AG ist eines von derzeit sechs kommunalen Wohnungsunternehmen in Berlin. Das Projekt der gesetzlichen Krankenversicherung wurde im Rahmen des Modellprogramms zur Weiterentwicklung neuer Wohnformen nach § 45f SGB XI durch den GKV-Spitzenverband gefördert. Die GESOBAU AG ist unter anderem Besitzerin der Großsiedlung „Märkisches Viertel“ und hat provisorisch 30 Wohnungen individuelle Lösungen für eine Verbindung von Technik und Maßnahmen der Wohnumfeldverbesserung erzeugt. Ziel war es, hierüber eine höhere Versorgungsicherheit in der eigenen Häuslichkeit für pflegebedürftige Mieterinnen und Mieter im Alter herbeizubringen.

Diese wurden von Anfang an in der Absicht mit einbezogen, sodass die Nutzerperspektive im Zentrum der Lösungsanpassungen stand. Durch das Modellprojekt wurde Senioren mit Pflegegrad der Zugang zu technischen Alltagshilfen ermächtigt. Die neue Wohnumgebung verhindert durch ihr intelligentes Konzept Gefahrenpotentialen wie Stürzen, Vergesslichkeit und Alleinsein. Die Lebenswirklichkeit von älteren Menschen befindet sich im Wandel. Die Wahl des Versorgungssettings hängt von den Möglichkeiten der Umgebung und den individuellen Bedürfnissen und Interessen des Menschen ab.

Menschen können durch der Anstrengung von assistiven Systemen in ihrer Häuslichkeit aktiv unterstützt werden, um ihre Gesundheit gut zu erhalten oder zu verbessern. Ziel ist die Konzeption und Umsetzung eines praxistauglichen, zukunftsweisenden Wohnkonzeptes im Märkischen Viertel für Menschen über 65, die in ihrem Umfeld bleiben möchten. In modernisierten Wohnungen der GESOBAU AG soll technische Infrastruktur zugebaut werden. Die häusliche Versorgung soll verfeinert und der Verbleib in der gewohnten Umgebung ermöglicht werden - unter Einbeziehung aller verfügbaren Ressourcen.

Technik dient hier zur Kompensation und zur Optimierung von Lebensqualität. Im Projekt soll methodisch und wissenschaftlich fundiert ein Konzept entwickelt und erprobt werden, das Menschen über 65 ermöglicht, möglichst lange selbstbestimmt in ihrem Wohnquartier bei hoher Versorgungsqualität verbleiben zu können. Dazu werden, Angehörige ebenso wie Krankenkassen, Ärztinnen und Ärzte, professionelle Pflegedienste das Quartiersmanagement in das Konzept einbezogen. Aus technischer Gesichtspunkt hat sich durch den demographischen Wandel, eine verlängerte Lebensdauer und dem Wunsch der Senioren nach selbstständigem Wohnen der Bereich AAL (Ambient Assisted Living) aufgetan.

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